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Roter.Teufel

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Horror-Geständnis in Erfurt:
Mann (46) missbrauchte Stieftochter 900 Mal


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Richter: „Sprengt alles, was die Kammer je erlebt hat“

Es nimmt sie sichtlich mit, als Staatsanwältin Anne Hartmann vor der Jugendschutzkammer des Landgerichts Erfurt die Anklage gegen Oliver B. aus Ilmenau verliest. Was sie vorträgt, ist schwer zu ertragen. In 973 Fällen hat der 46-Jährige seine Stieftochter missbraucht. Hat sie dabei gefilmt und fotografiert. Sogar in der Schule, in der B. als Putzkraft arbeitet, soll er sich an ihr vergangen haben. Auch seinen Stiefsohn missbrauchte er, zwang ihn zu sexuellen Handlungen an seiner Stieftochter.

Erfurt – Als es begann, war sie 10. Über acht Jahre wurde sie von dem Mann missbraucht, der sie beschützen sollte. Später wurde auch ihr Halbbruder, anfangs war er 14, vom Stiefvater sexuell missbraucht. Doch beide sind so stark, dass sie ihrem Peiniger im Gericht gegenüber sitzen, an der Seite ihrer Mutter.

Er gab sich minderjährigen Freundinnen seiner Stieftochter gegenüber als 21-Jähriger aus, brachte sie über Telegram und Snapchat dazu, ihm Nacktfotos zu schicken, mit denen er die Kinder dann erpresste. Auf seinen Festplatten und Speichermedien fand die Polizei 160 Stunden kinderpornografisches Material.
Beweislage erdrückend

„Ich dachte, ich hätte alles gesehen“, sagt Richter Holger Pröbstel. „Es sprengt alles, was die Kammer je gesehen hat.“ Die Beweislage sei erdrückend. Trotzdem schweigt Oliver B. zunächst. „Wenn Sie den Kindern noch irgendeinen Gefallen tun wollen, dann ersparen Sie denen ihre Vernehmung“, appelliert der Richter an ihn.

Nach einer Verhandlungspause erklärt die Verteidigerin schließlich: Ihr Mandant räumt alle Vorwürfe ein.

Hinweis kam aus den USA

Dass die Ermittler Oliver B. auf die Spur kamen, ist einem Hinweis aus den USA zu verdanken. Das National Center for Missing & Exploited Children (NCMEC) hatte über die Kooperation mit Meta (Facebook, Instagram, WhatsApp) kinderpornografische Aufnahmen entdeckt und die dazugehörige IP-Adresse an das Bundeskriminalamt (BKA) gemeldet. Im Dezember 2024 durchsuchten die Beamten daraufhin das Zuhause der Familie – und wurden fündig.

Für die Opfer bedeutet das Verfahren eine enorme Belastung. Gleichzeitig ist es ein wichtiger Schritt, das erlittene Unrecht sichtbar zu machen und aufzuarbeiten. Dass sie sich dem Prozess stellen – es lässt sich nur erahnen, wie viel Mut dafür notwendig ist. Im weiteren Verlauf wird es auch darum gehen, ihnen Schutz zu geben und weitere Belastungen so gering wie möglich zu halten.

Die Verhandlung soll am 14. April fortgesetzt werden.

Bild Zeitung
 
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