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- Out 5, 2021
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Peter (82) lief den Berlin Marathon:
Die rührende Geschichte hinter Platz 54 280!
Peter Bartel (82) kommt bei der 50. Ausgabe des Berlin Marathons am Sonntag als Letzter ins Ziel. Doch seine Geschichte ist etwas ganz Besonderes.
Für die 50. Ausgabe des Berlin-Marathons hatten sich insgesamt 58 212 Läufer aus 161 Nationen angemeldet – 54.280 davon kamen ins Ziel. Fast 4000 Athleten schafften es also nicht über die volle Distanz.
Der letzte Läufer, der am Sonntag nach 8:59:18 die Ziellinie überquerte, war Bartel. Er beugte sich am Ende seiner beeindruckenden Willensleitung über den Zielstrich am Brandenburger Tor und küsste den Boden hinter der Linie. Er stemmte sich wieder hoch und übertrat den Strich. Bartel war im Ziel. Stark!
Kaum zu glauben: Bartel war schon beim ersten Berlin-Marathon 1974 dabei. Damals gingen gerade mal 286 Läufer und Läuferinnen an den Start und er kam nach vier Stunden und 41 Minuten als 176. ins Ziel.
Der pensionierte Mathematik- und Sportlehrer hat sich dieses Jahr wahrlich durchgekämpft, auch wenn sich sein Körper immer wieder meldete. Bartel am Sonntag zum RBB: „Mein Knie hat sich schon mehrmals gemeldet, ich habe ja ein künstliches. Es hat angefragt: ,Muss das sein?‘ Da habe ich geantwortet: ,Halt die Klappe!‘“
Der traurige Hintergrund zu Bartels künstlichem Knie. Vor einigen Jahren lief er bei einem 24-Stunden-Spenden-Staffellauf für die Obdachlosen-Winterhilfe der Berliner Stadtmission mit. Nachts überfielen ihn auf der Strecke zwei Männer, holten ihn von den Beinen. Sein Knie war danach endgültig kaputt.
Das macht seine Leistung umso erstaunlicher!
Beim diesjährigen Marathon war auch sein alter Bekannter und Sieger des ersten Berliner Marathons, Günther Hallas (82), wieder dabei. Seinen Sieg 1974 erlief er einst in 2:44:53 Stunden. Am Sonntag kam er nach 7:02:33 unter dem Beifall der Zuschauer ins Ziel.
Bartel wird den Läufern wohl auch in Zukunft noch erhalten bleiben. Seit 2021 ist er als Helfer mit dem Tretroller unterwegs, um Läufer zu betreuen und zu versorgen. So hoffentlich auch nächstes Jahr.
Die Siege gingen übrigens an den Äthiopier Milkesa Mengesha in 2:03:17 Stunden und dessen Landsfrau Tigist Ketema in 2:16:42 Stunden.
Bild Zeitung
Die rührende Geschichte hinter Platz 54 280!
Peter Bartel (82) kommt bei der 50. Ausgabe des Berlin Marathons am Sonntag als Letzter ins Ziel. Doch seine Geschichte ist etwas ganz Besonderes.
Für die 50. Ausgabe des Berlin-Marathons hatten sich insgesamt 58 212 Läufer aus 161 Nationen angemeldet – 54.280 davon kamen ins Ziel. Fast 4000 Athleten schafften es also nicht über die volle Distanz.
Der letzte Läufer, der am Sonntag nach 8:59:18 die Ziellinie überquerte, war Bartel. Er beugte sich am Ende seiner beeindruckenden Willensleitung über den Zielstrich am Brandenburger Tor und küsste den Boden hinter der Linie. Er stemmte sich wieder hoch und übertrat den Strich. Bartel war im Ziel. Stark!
Kaum zu glauben: Bartel war schon beim ersten Berlin-Marathon 1974 dabei. Damals gingen gerade mal 286 Läufer und Läuferinnen an den Start und er kam nach vier Stunden und 41 Minuten als 176. ins Ziel.
Der pensionierte Mathematik- und Sportlehrer hat sich dieses Jahr wahrlich durchgekämpft, auch wenn sich sein Körper immer wieder meldete. Bartel am Sonntag zum RBB: „Mein Knie hat sich schon mehrmals gemeldet, ich habe ja ein künstliches. Es hat angefragt: ,Muss das sein?‘ Da habe ich geantwortet: ,Halt die Klappe!‘“
Der traurige Hintergrund zu Bartels künstlichem Knie. Vor einigen Jahren lief er bei einem 24-Stunden-Spenden-Staffellauf für die Obdachlosen-Winterhilfe der Berliner Stadtmission mit. Nachts überfielen ihn auf der Strecke zwei Männer, holten ihn von den Beinen. Sein Knie war danach endgültig kaputt.
Das macht seine Leistung umso erstaunlicher!
Beim diesjährigen Marathon war auch sein alter Bekannter und Sieger des ersten Berliner Marathons, Günther Hallas (82), wieder dabei. Seinen Sieg 1974 erlief er einst in 2:44:53 Stunden. Am Sonntag kam er nach 7:02:33 unter dem Beifall der Zuschauer ins Ziel.
Bartel wird den Läufern wohl auch in Zukunft noch erhalten bleiben. Seit 2021 ist er als Helfer mit dem Tretroller unterwegs, um Läufer zu betreuen und zu versorgen. So hoffentlich auch nächstes Jahr.
Die Siege gingen übrigens an den Äthiopier Milkesa Mengesha in 2:03:17 Stunden und dessen Landsfrau Tigist Ketema in 2:16:42 Stunden.
Bild Zeitung