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- Out 5, 2021
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Mainz-Kapitän erzählt emotional:
So wurden wir Meister in der Amputierten-Bundesliga
Seine Geschichte sorgte 2017 für Aufsehen und Betroffenheit!
Bei einem Relegationsspiel seines FC St. Arnual, einem Stadtteil von Saarbrücken, verletzte sich Stefan Schmidt Junior (30) schwer. Der damals 23-jährige Stürmer rasselte mit dem gegnerischen Torwart zusammen. Er brach sich Schien- und Wadenbein.
Doch der Bruch verheilte nicht, der junge Amateurfußballer erlitt ein Kompartmentsyndrom. Koma! Der Druck auf das Gewebe an der verletzten Stelle wurde zu groß, das Bein musste schließlich amputiert werden. Grund: Ärztepfusch!
„Ich habe den Kopf nicht in den Sand gesteckt, sondern war bereit zu kämpfen“, erzählt der Saarländer. Mittlerweile arbeitet Schmidt Junior bei dem Saarbrücker Entsorgungsverband ZKE – und erfüllte sich nun einen Traum. Mit seiner Mannschaft des FSV Mainz 05 sicherten sich die Rheinhessen nach der Vizemeisterschaft im vergangenen Jahr nun den deutschen Meistertitel.
Im Berliner Mommsenstadion gab’s beim Final-Turnier der Amputierten-Bundesliga erst ein 4:3 im Halbfinale gegen Hoffenheim, im Endspiel reichte der Treffer von Christian Heintz zum 1:0-Triumph über den HSV.
Kapitän Stefan Schmidt Junior: „Es ist unfassbar, welche Gefühle das bei uns allen ausgelöst hat. Gerade nach dem zweiten Platz im letzten Jahr haben wir uns geschworen, dass wir diesen Titel holen. Wir sind ein absolut verschworener Haufen.“
Weil jeder auch seine Geschichte hat: Unfälle und Krankheiten haben sie aus ihrem „normalen“ Leben gerissen. Bei Schmidt war es der Fußball-Unfall, bei Nicola Roos, der einzigen Dame beim Meister, Blutkrebs. Bei Heintz ein Autounfall und bei Trainer-Sohn Robin Menger ein Zugunfall.
Jetzt kämpfen alle darum, dass der Sport sichtbarer wird. Schmidt Junior nahm die Meisterschale mit ins Hotel-Bett, erzählt nun: „Es sind bislang nur wenige Mannschaften, die wirklich dabei unterstützen. Wie Mainz, Düsseldorf, Hoffenheim oder der HSV. Wir fliegen aber immer noch unter dem Radar.“
Dabei dürfte der finanzielle Aufwand für millionenschwere Profi-Klubs überschaubar sein. Noch einmal der Saarländer: „Wir haben alle so unsere Sponsoren, die uns unterstützen und verdienen ja kein Geld damit. Man sagt, dass die Kosten einer Saison, da geht es um Reisen und Übernachtungen, für eine Mannschaft bei rund 10.000 Euro liegen.“ Überschaubare Kohle für die Geld-Maschine Fußball ...
Bild Zeitung
So wurden wir Meister in der Amputierten-Bundesliga
Seine Geschichte sorgte 2017 für Aufsehen und Betroffenheit!
Bei einem Relegationsspiel seines FC St. Arnual, einem Stadtteil von Saarbrücken, verletzte sich Stefan Schmidt Junior (30) schwer. Der damals 23-jährige Stürmer rasselte mit dem gegnerischen Torwart zusammen. Er brach sich Schien- und Wadenbein.
Doch der Bruch verheilte nicht, der junge Amateurfußballer erlitt ein Kompartmentsyndrom. Koma! Der Druck auf das Gewebe an der verletzten Stelle wurde zu groß, das Bein musste schließlich amputiert werden. Grund: Ärztepfusch!
„Ich habe den Kopf nicht in den Sand gesteckt, sondern war bereit zu kämpfen“, erzählt der Saarländer. Mittlerweile arbeitet Schmidt Junior bei dem Saarbrücker Entsorgungsverband ZKE – und erfüllte sich nun einen Traum. Mit seiner Mannschaft des FSV Mainz 05 sicherten sich die Rheinhessen nach der Vizemeisterschaft im vergangenen Jahr nun den deutschen Meistertitel.
Im Berliner Mommsenstadion gab’s beim Final-Turnier der Amputierten-Bundesliga erst ein 4:3 im Halbfinale gegen Hoffenheim, im Endspiel reichte der Treffer von Christian Heintz zum 1:0-Triumph über den HSV.
Kapitän Stefan Schmidt Junior: „Es ist unfassbar, welche Gefühle das bei uns allen ausgelöst hat. Gerade nach dem zweiten Platz im letzten Jahr haben wir uns geschworen, dass wir diesen Titel holen. Wir sind ein absolut verschworener Haufen.“
Weil jeder auch seine Geschichte hat: Unfälle und Krankheiten haben sie aus ihrem „normalen“ Leben gerissen. Bei Schmidt war es der Fußball-Unfall, bei Nicola Roos, der einzigen Dame beim Meister, Blutkrebs. Bei Heintz ein Autounfall und bei Trainer-Sohn Robin Menger ein Zugunfall.
Jetzt kämpfen alle darum, dass der Sport sichtbarer wird. Schmidt Junior nahm die Meisterschale mit ins Hotel-Bett, erzählt nun: „Es sind bislang nur wenige Mannschaften, die wirklich dabei unterstützen. Wie Mainz, Düsseldorf, Hoffenheim oder der HSV. Wir fliegen aber immer noch unter dem Radar.“
Dabei dürfte der finanzielle Aufwand für millionenschwere Profi-Klubs überschaubar sein. Noch einmal der Saarländer: „Wir haben alle so unsere Sponsoren, die uns unterstützen und verdienen ja kein Geld damit. Man sagt, dass die Kosten einer Saison, da geht es um Reisen und Übernachtungen, für eine Mannschaft bei rund 10.000 Euro liegen.“ Überschaubare Kohle für die Geld-Maschine Fußball ...
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