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2,5 Milliarden Euro weg:
Stadt stoppt Bau von Mega-Rechenzentrum


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Groß-Gerau – Eine kleine hessische Stadt (25.000 Einwohner) sagt Nein zu einer 2,5-Milliarden-Investition! Ein US-Investor wollte in Groß-Gerau ein XXL-Rechenzentrum mit gigantischen 174 Megawatt Leistung bauen. Fünf Türme, die die höchsten Häuser der Stadt überragt und die Stellung Deutschlands als einer der wichtigsten Internetknoten der Welt gefestigt hätten. Doch eine Allianz aus SPD, Grünen, FDP, Freien Wählern und Linken hat den Bau abgelehnt. Beim Land Hessen ist der Frust groß, die Anwohner aber jubeln.

Mit 18 Nein-Stimmen gegen 14 Ja-Stimmen (CDU und Freie Wählergemeinschaft) wurde die Server-Farm der US-Firma Vantage im Stadtparlament von Groß-Gerau abgeschmettert. Dabei wird das Rechenzentrum dringend gebraucht: Im etwa 35 Kilometer entfernten Frankfurt liegt eines der größten Datenautobahn-Drehkreuze der Welt. Das Internet läuft hier zusammen und rast weiter über ganz Europa. In und um Frankfurt gibt es bereits 76 Server-Farmen – aber das reicht nicht, um die riesigen Datenmengen zu bewältigen. Ein Rechenzentrum in Groß-Gerau zur Unterstützung wird es trotzdem nicht geben.

SPD: „Wir verkaufen unsere Stadt Groß-Gerau nicht an einen milliardenschweren Investor“

Bürgermeister Jörg Rüddenklau (52, SPD) zeigte sich nach der Abstimmung gegen die 2,5-Milliarden-Euro-Investition erleichtert und sagt: „Ich bin stolz darauf, dass wir eine so wichtige Entscheidung jetzt nicht fällen, weil uns Druck gemacht wird.“ Auch SPD-Fraktionsvorsitzende Susanne Theisen-Canibol (67) bekräftigt gegenüber dem Hessischen Rundfunk: „Wir verkaufen unsere Stadt Groß-Gerau nicht an einen milliardenschweren Investor.“

Die 14 Hektar große Fläche, auf der das Rechenzentrum geplant war, hatte der US-Investor Vantage bereits gekauft. Was jetzt aus dem Areal (so groß wie 20 Fußballfelder) wird – unklar. Die hochverschuldete Kreisstadt Groß-Gerau hätte die Steuereinnahmen dringend brauchen können. Der ganze Landkreis ist tiefrot in den Miesen, hat erst vergangenes Jahr 14 Millionen Euro Steuergelder als Soforthilfe abgegriffen. Doch die Anwohner fürchteten durch das Rechenzentrum eine Verunstaltung des Stadtbilds.

Auch Maintal kämpft gegen Rechenzentrum

Ist Groß-Gerau ein Einzelfall? Nein! Keine 50 Kilometer entfernt spielt sich ein ähnlicher Kampf gegen ein Rechenzentrum ab. In der Kleinstadt Maintal will ein anderes US-Unternehmen, Edgeconnex, ein XXL-Rechenzentrum mit 170 Megawatt Leistung bauen. So groß, dass sogar ein eigenes Gas-Kraftwerk zur Stromversorgung dazugebaut werden muss, weil das Rechenzentrum mehr Strom braucht als Maintal. Dort führen CDU, SPD und Wahlalternative einen erbitterten Abwehrkampf gegen den US-Investor.

Bild Zeitung
 
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