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Krieg im Nahen Osten:
Trumps Bomben treffen Irans Herz der Ölindustrie


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Experten befürchten neue Markt-Turbulenzen

Washington – Die für Irans Öl-Export wichtige Insel Kharg ist zum Brennpunkt eines dramatischen Machtkampfs im Persischen Golf geworden. US-Präsident Donald Trump (79) ließ nach eigenen Angaben militärische Ziele auf der Insel bombardieren – und rühmt sich nun eines der heftigsten Angriffe der Region. Das amerikanische Zentralkommando habe auf seine Anweisung hin einen der mächtigsten Bombenangriffe in der Geschichte des Nahen Ostens durchgeführt und jedes militärische Ziel auf der Insel Kharg vollständig ausgelöscht, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

Obwohl die Insel das Herz der iranischen Ölindustrie ist, ließ Trump nach eigenen Worten die Tankanlagen zunächst unangetastet. Doch Trumps Drohung folgte sofort: „Sollte der Iran oder irgendjemand anderes etwas unternehmen, um die freie und sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus zu behindern, werde ich diese Entscheidung sofort überdenken.“

Der Analyst Mohammed Soliman vom Middle East Institute sagt der „New York Post“: „Der Verlust von Kharg, selbst für nur wenige Wochen, wird im Iran gleichzeitig eine Sicherheits- und eine gesellschaftliche Krise auslösen. Teheran kann nicht entscheiden, mit welcher Krise es zuerst fertig werden soll.“

„Wenn man die Infrastruktur von Kharg ausschaltet, nimmt man zwei Millionen Barrel pro Tag für immer vom Markt“, sagt Dan Pickering, Investmentchef bei Pickering Energy Partners, der Nachrichtenagentur Reuters. Ein Ausfall der Anlage könnte also massive Folgen für den globalen Ölmarkt haben. Auch Patrick De Haan, Analyst beim US-Preisbeobachter GasBuddy, zeigt sich besorgt. „Der Iran hat weniger zu verlieren, und es scheint zu eskalieren“, warnt er. Wenn Teheran weiter unter Druck gerate, sei das Risiko groß, dass das Land zurückschlage.

Dabei ist Kharg ein zentraler Nerv des iranischen Ölgeschäfts: Rund 90 Prozent der Exporte laufen über die Insel. Sie liegt etwa 26 Kilometer vor der iranischen Küste und rund 483 Kilometer nordwestlich der Straße von Hormus – einer der wichtigsten Öl-Adern der Welt. Durch diese Meerenge fließt etwa ein Fünftel des globalen Ölhandels.

Die Gewässer rund um Kharg sind tief genug für riesige Supertanker, die sich den flachen Küsten des iranischen Festlands nicht nähern können – ein weiterer Grund, warum die Insel strategisch so wichtig ist.

Ein Großteil des dort verladenen Öls landet in China, dem größten Rohölimporteur der Welt. Laut Daten des Tanker-Trackers Kpler macht iranisches Öl in diesem Jahr 11,6 Prozent der chinesischen See-Importe aus. Trotz des Krieges fließt das Öl bislang weiter: Zwischen 1,1 und 1,5 Millionen Barrel pro Tag exportiert der Iran laut TankerTracker.com und Kpler weiterhin.

Bild Zeitung
 
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