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Roter.Teufel

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Weiter Angriffe im Nahen Osten:
Wie brüchig ist die Waffenruhe?


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Teheran – Nach dem Ablauf des Ultimatums von Präsident Donald Trump (79) haben die USA und der Iran einen zweiwöchigen Waffenstillstand vereinbart, während Israel seine Angriffe auf die Hisbollah im Libanon fortsetzt. Allerdings gab es am Mittwoch, Stunden nach der Verkündung, weiterhin Explosionen im Iran. Und auch die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Saudi-Arabien meldeten neue Anschläge von iranischer Seite. Stellt sich die Frage: Wie brüchig ist diese Waffenruhe?

Aus der Sicht des Terrorismus-Experten Peter Neumann (51) vom King’s College London gibt es für die andauernden Kampfhandlungen drei mögliche Gründe, erklärt er auf BILD-Anfrage:

• Der Waffenstillstand hat sich noch nicht in allen Einheiten der Revolutionsgarden herumgesprochen.

• Der Iran fühlt sich nicht an Waffenstillstand gebunden, solange Israel seine Angriffe im Libanon fortsetzt.

• Der Waffenstillstand insgesamt wird vom Iran doch nicht akzeptiert.

Politikwissenschaftler Thomas Jäger (65) von der Universität Köln meint: „Mit einzelnen Angriffen ist die Waffenruhe nicht gescheitert, das kann aus vielen Gründen kurz nach der Verkündigung vorkommen.“ Dazu gehörten eine unzureichende Kommunikation innerhalb der Truppen oder gegenläufige Interessen. Sein Rat: „Abwarten, was in den nächsten Tagen ist.“ Wie realistisch ist es, dass die Waffenruhe zwei Wochen lang hält? „Schwer zu sagen“, sagt Jäger zu BILD. „Das hängt davon ab, welche Signale aus den Verhandlungen kommen, die am Freitag beginnen sollen.“

Allerdings hält er es für weitgehend ausgeschlossen, dass sich die USA, Israel und der Iran innerhalb von zwei Wochen auf eine dauerhafte Friedenslösung einigen können: „Die Forderungen beider Seiten liegen meilenweit auseinander und manche widersprechen sich.“ Das Nuklearabkommen 2015 sei über zwei Jahre verhandelt worden. „In zwei Wochen ist das nicht zu machen.“

Experte: Längerer Krieg hilft dem Iran

Auch Frank Umbach (62), Experte für Sicherheitspolitik, hält allenfalls einen temporären Waffenstillstand für realistisch, „aber keine nachhaltige Friedenslösung“. Die Iraner hätten ein Interesse an einem längeren Krieg, weil sie überzeugt seien, „dass sie einen längeren Krieg zwar nicht militärisch, aber politisch gewinnen können“. So könne das Regime, das schon jetzt aggressiver als früher auftrete, innen- und außenpolitisch sogar noch gestärkt werden.

Trump hingegen sei auf ein schnelles, erfolgreiches Ende angewiesen, habe aber „eigentlich nur schlechte Optionen, den Krieg zu beenden“, meint Umbach. Auch Israel misstraue den Verhandlungen, solange es keinen Regimewandel in Teheran gebe, „und fürchtet, dass Trump den Iranern aus innenpolitischen Gründen, den Krieg schnell zu beenden, zu viele Kompromisse machen könnte“.

Bild Zeitung
 
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