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Notícias Wirbel um das Protz-Turnier mit dem Mega-Preisgeld

Roter.Teufel

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Six Kings Slam in Riad:
Wirbel um das Protz-Turnier mit dem Mega-Preisgeld


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Wenn Geld anscheinend gar keine Rolle mehr spielt ...

Vom 16. bis 19. Oktober treten sechs Tennisstars in Riad zum Show-Turnier Six Kings Slam an. An Superlativen mangelt es nicht: Noch nie war ein Tennis-Event so gut dotiert wie der Six Kings Slam.

Jedem der sechs Teilnehmer ist ein Mindestpreisgeld von umgerechnet rund 1,4 Mio. Euro garantiert. Der Sieger von Riad wird richtig Kohle scheffeln und 5,5 Mio. Euro kassieren.

Neben Rekord-Grand-Slam-Sieger Novak Djokovic (37) ist noch der spanische Altstar Rafael Nadal (38) dabei. Das Feld beim Six Kings Slam ergänzen der aktuelle Weltranglistenerste Jannik Sinner (23) sowie Carlos Alcaraz (21), Daniil Medvedev (28) und Holger Rune (21).

Allerdings: Der sportliche Wert des Six Kings Slam ist zumindest fragwürdig. Denn nur drei Wochen später stehen die ATP-Finals mit den tatsächlich acht besten Tennisspielern des Jahres - darunter auch Alexander Zverev - an. So kritisierte der zweimalige Tennis-Olympiasieger Andy Murray bei X, es sei nur „Show-Tennis, das niemanden interessiert.“

Interessant ist der Star-Auflauf in Riad auch wegen der aktuellen Belastungsdiskussion im Profitennis. Zuletzt meckerte Alcaraz heftig über den zu vollen Terminkalender, sagte: „Ich gehöre zu den Spielern, für die es zu viele Pflichtturniere im Jahr sind. Und wahrscheinlich werden es in den nächsten Jahren noch mehr. Das wird uns umbringen.“ Trotzdem ist der Spanier, wie zuletzt schon in Berlin beim Laver Cup, auch in Saudi-Arabien am Start.

Dietloff von Arnim, Präsident des Deutschen Tennis Bundes, kritisierte: „Wenn sich jemand über die große Belastung beklagt und dann ein Show-Turnier spielt, dann ist das schon ein bisschen komisch.“

Fakt ist: Seit Jahren investiert Saudi-Arabien massiv in den Sport, ist ins Fußball-, Box- und Formel-1-Geschäft groß eingestiegen. Jetzt steigert der Wüsten-Staat seinen Einfluss auch im Tennis.

So finden die WTA-Finals der acht besten Spielerinnen Anfang November erstmals in Riad statt. Die Tennis-Ikonen Chris Evert und Martina Navratilova hatten vor der Vergabe in einem gemeinsamen Brief an WTA-Boss Steve Simon ihren Zorn zum Ausdruck gebracht: WTA-Finals in Saudi-Arabien, das wegen Menschenrechtsverletzungen viel kritisiert wird, wären „unvereinbar mit dem Spirit und dem Auftrag des Damen-Tennis und der WTA“.

Bild Zeitung
 
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