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- Out 5, 2021
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Schweizer Staatsanwaltschaft veröffentlicht Fotos:
Diese Bilder enthüllen das Grauen in der Todesbar
Crans-Montana (Schweiz) – Verkohlte Ledersessel, rußgeschwärzte Champagner-Flaschen, von der Decke hängende Schaumstoff-Bahnen: Die Bilder der Spurensicherung aus der Bar „Le Constellation“ in Crans-Montana enthüllen das Grauen der Silvesternacht.
41 Menschen starben, 115 wurden zum Teil für immer entstellt, als am 1. Januar um 1.27 Uhr Funken der Wunderkerze von einer Champagner-Flasche die Decke entzündeten. Jetzt veröffentlichten BFM TV und Corriere della Sera erstmals die Fotos aus der ausgebrannten Bar, die am Tag nach dem Inferno entstanden.
Brandschutz-Experte geschockt über Bilder
40 Bilder enthält der Spurenbericht, den die Walliser Staatsanwaltschaft am Mittwoch zu den Akten nahm. „Nachdem ich diese Bilder gesehen habe, bin ich verwundert, dass es nicht von Anfang an mehr Tote gegeben hat“, sagte der deutsche Brandschutz-Experte Marcus Alter (51) dem Schweizer Blick.
Treppe wurde zum Kamin
Anhand der Verfärbung der Wände kann er erkennen, dass es schon am Boden 150 bis 200 Grad heiß gewesen sein muss, weiter oben sogar 300 Grad. Brennende Kunststoffteile seien auf die Gäste heruntergefallen, die extreme Hitze sei wie durch einen Kamin nach oben gezogen. Experte Marcus Alter erläutert im Blick: „Wärme steigt nach oben und die Extremtemperaturen zogen wie durch einen Kamin die Treppe hoch.“
Tropfen der geschmolzenen Schalldämmung sind überall auf den nur teilweise verbrannten Möbelstücken zu erkennen – sie dürften für die schweren Brandverletzungen verantwortlich sein. Tödlich war dagegen für die meisten Besucher der Bar der Rauch. Marcus Alter zum Blick: „Je dichter der Rauch ist, umso mehr giftige Gase sind drin. Kohlenmonoxid, Ammoniak, Salzsäure, Blausäure.“
Notausgang war versperrt
Die Bilder der engen Treppe und der versperrten Notausgänge lassen auch schwere Versäumnisse erkennen, die die Staatsanwaltschaft dem Betreiber-Paar Jacques (49) und Jessica Moretti (40) zur Last legt: Im Keller ist ein Barhocker neben dem Notausgang zu sehen, der beim Brandausbruch wohl die rettende Tür ins Treppenhaus versperrte. Im Erdgeschoss erkennt man den aufgedrückten Riegel an der Service-Tür, die niemals versperrt hätte sein dürfen. Vor beiden Türen lagen jeweils drei Leichname.
Am Donnerstag wurde die Vernehmung der Morettis in Sitten (Schweiz) fortgesetzt. Dabei wurden sie nach Berichten verschiedener Medien von Angehörigen der Opfer als „Mörder“ beschimpft. Die Kantonspolizei kündigte daraufhin an, die Schutzmaßnahmen für die der fahrlässigen Tötung Beschuldigten zu verstärken.
Neben dem französischen Paar wird auch gegen den ehemaligen und den aktuellen Sicherheitschef von Crans-Montana ermittelt – der eine hatte 2019 Mängel beim Brandschutz festgestellt, der andere hatte die Bar nicht wie vorgeschrieben jährlich kontrolliert.
Bild Zeitung
Diese Bilder enthüllen das Grauen in der Todesbar
Crans-Montana (Schweiz) – Verkohlte Ledersessel, rußgeschwärzte Champagner-Flaschen, von der Decke hängende Schaumstoff-Bahnen: Die Bilder der Spurensicherung aus der Bar „Le Constellation“ in Crans-Montana enthüllen das Grauen der Silvesternacht.
41 Menschen starben, 115 wurden zum Teil für immer entstellt, als am 1. Januar um 1.27 Uhr Funken der Wunderkerze von einer Champagner-Flasche die Decke entzündeten. Jetzt veröffentlichten BFM TV und Corriere della Sera erstmals die Fotos aus der ausgebrannten Bar, die am Tag nach dem Inferno entstanden.
Brandschutz-Experte geschockt über Bilder
40 Bilder enthält der Spurenbericht, den die Walliser Staatsanwaltschaft am Mittwoch zu den Akten nahm. „Nachdem ich diese Bilder gesehen habe, bin ich verwundert, dass es nicht von Anfang an mehr Tote gegeben hat“, sagte der deutsche Brandschutz-Experte Marcus Alter (51) dem Schweizer Blick.
Treppe wurde zum Kamin
Anhand der Verfärbung der Wände kann er erkennen, dass es schon am Boden 150 bis 200 Grad heiß gewesen sein muss, weiter oben sogar 300 Grad. Brennende Kunststoffteile seien auf die Gäste heruntergefallen, die extreme Hitze sei wie durch einen Kamin nach oben gezogen. Experte Marcus Alter erläutert im Blick: „Wärme steigt nach oben und die Extremtemperaturen zogen wie durch einen Kamin die Treppe hoch.“
Tropfen der geschmolzenen Schalldämmung sind überall auf den nur teilweise verbrannten Möbelstücken zu erkennen – sie dürften für die schweren Brandverletzungen verantwortlich sein. Tödlich war dagegen für die meisten Besucher der Bar der Rauch. Marcus Alter zum Blick: „Je dichter der Rauch ist, umso mehr giftige Gase sind drin. Kohlenmonoxid, Ammoniak, Salzsäure, Blausäure.“
Notausgang war versperrt
Die Bilder der engen Treppe und der versperrten Notausgänge lassen auch schwere Versäumnisse erkennen, die die Staatsanwaltschaft dem Betreiber-Paar Jacques (49) und Jessica Moretti (40) zur Last legt: Im Keller ist ein Barhocker neben dem Notausgang zu sehen, der beim Brandausbruch wohl die rettende Tür ins Treppenhaus versperrte. Im Erdgeschoss erkennt man den aufgedrückten Riegel an der Service-Tür, die niemals versperrt hätte sein dürfen. Vor beiden Türen lagen jeweils drei Leichname.
Am Donnerstag wurde die Vernehmung der Morettis in Sitten (Schweiz) fortgesetzt. Dabei wurden sie nach Berichten verschiedener Medien von Angehörigen der Opfer als „Mörder“ beschimpft. Die Kantonspolizei kündigte daraufhin an, die Schutzmaßnahmen für die der fahrlässigen Tötung Beschuldigten zu verstärken.
Neben dem französischen Paar wird auch gegen den ehemaligen und den aktuellen Sicherheitschef von Crans-Montana ermittelt – der eine hatte 2019 Mängel beim Brandschutz festgestellt, der andere hatte die Bar nicht wie vorgeschrieben jährlich kontrolliert.
Bild Zeitung
