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Wegen zwei Mega-Deals:
Experte sieht plötzlich Hoffnung für unsere Wirtschaft


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Berlin/London – Billiges Russen-Gas, Exporte nach China, und die Amis zahlen für die Sicherheit: Diese Erfolgsformel der deutschen Wirtschaft trägt nicht mehr. Vom wirtschaftlichen Musterschüler Europas ist Deutschland in kurzer Zeit zum Problemfall geworden. Warum ein renommierter britischer Wirtschaftsjournalist trotzdem überraschend optimistisch auf unsere Zukunft blickt.

Bereits 2023 stellte Christian Odendahl vom „Economist“ Deutschland eine bittere Diagnose: wieder der „kranke Mann Europas“, wie schon Anfang der 2000er-Jahre. Im Gespräch mit BILD-Vize Paul Ronzheimer sagt Odendahl heute: Die Warnzeichen waren schon lange da. „Die Gründe für die Krise haben sich schon vorher abgezeichnet. Deutschland war schlecht vorbereitet.“

Die Abhängigkeit von China bei den immens wichtigen Seltenen Erden! Wenn China den Export einschränkt, stehen in Deutschland die Fließbänder still. „Man hat letztes Jahr gesehen: Wenn die Chinesen Ernst machen, sieht es düster aus. Die Abhängigkeit ist schlimmer als vom russischen Gas.“ Zudem drängt China mittlerweile selbst in deutsche Kernindustrien. Anders als etwa Japan habe Deutschland das schulterzuckend in Kauf genommen.

Der demografische Wandel schlägt immer stärker ein! Millionen „Baby-Boomer“ gehen in Rente, ohne dass genug junge Menschen nachrücken. Auch bei Technologie, Digitalisierung und Infrastruktur ist Deutschland veraltet. Im Aufschwung der 10er-Jahre wurden keine Modernisierungen angepackt. Obwohl die Rentengeschenke der GroKo laut Odendahl bald unbezahlbar werden, findet die Politik keine Kraft für echte Reformen.

Kommt unser Heilmittel aus Indien?

Odendahls Befund ist eindeutig: „Das ist eine tiefgreifende Krise, die sich nicht mit ein paar Wachstumspaketen lösen lässt.“ Trotzdem sieht er ein Heilmittel, in Form von zwei neuen Mega-Deals: „Die beiden Handelsabkommen mit den Mercosur-Staaten und ganz besonders mit Indien sind genau der Impuls, den Europa braucht. Das ist unsere Chance, wachsende Märkte zu erschließen.“ Bei aller Kraftmeierei der USA und Chinas dürfe man nicht vergessen, dass 66 Prozent der Weltwirtschaft außerhalb dieser Länder leben.

Auch die Anpassungsfähigkeit der deutschen Wirtschaft macht Odendahl Mut. Die zeige sich etwa bei Trumps Strafzöllen: „Viele bauen eben ihre Lieferketten, ihre Kundenbeziehungen und ihre Verträge um.“ Sprich: Weg von den USA. „Über 90 Prozent der Kosten dieser Zölle werden von den amerikanischen Importeuren bezahlt, nicht von den deutschen Unternehmen.“

Wie die Wirtschaft in zehn oder zwanzig Jahren aussehen wird, lasse sich kaum vorhersagen, sagt Odendahl. Klar sei nur: Sie werde grundlegend anders sein. Entscheidend sei, ob Europa enger zusammenrücke, technologisch Anschluss halte und Reformen konsequent angehe. Gelinge das, könne das europäische Projekt an Attraktivität gewinnen – und die deutsche Wirtschaft langfristig wieder wachsen.

Bild Zeitung
 
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