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- Out 5, 2021
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Kritik an Supermarkt-Preisen:
Heineken-Chef findet Bier bei uns zu billig!
Berlin – Zu viel getrunken? Der Deutschlandchef des Brauerei-Riesen Heineken (Niederlande) findet die Bierpreise bei uns – Achtung! – zu niedrig! Geert Swaanenburg (54) sagte der FAZ über Mentalität und Marktlage in unserer Biernation (Reinheitsgebot seit 1516): „Der Wert von Bier ist hier sehr niedrig.“ Grund für den Preis-Kater beim Bier-Boss: „Während Biertrinkern im deutschen Getränkemarkt wahrscheinlich eher die Preissprünge der vergangenen Jahre auffallen, sehen Hersteller gestiegene Kosten für Energie, Rohstoffe, Arbeit.“
Dabei kostet das Heineken-Bier in Deutschland meist 15 Prozent mehr als ein heimisches Pils oder Helles!
Allerdings ist die Branche seit Jahren unter Druck. Die Deutschen trinken immer weniger von ihrem Nationalgetränk: 2024 lag die Biertrink-Leistung der Deutschen bei 88 Litern pro Kopf. Historischer Tiefststand! 20 Jahre zuvor waren es noch 116 Liter. Die Sachsen kommen noch auf 150 Liter pro Kopf.
Wie wichtig den Deutschen ihr Bier ist, zeigt auch die Werbewirkung: Im Supermarkt ist Bier oft ein Lockangebot: Kistenpreise knapp um 10 Euro, Dauer-Rabatte, aggressive Aktionen. Für viele Kunden normal – für die Brauer ein wachsendes Problem. Der Grund liege, so FAZ und Heineken-Chef, im Überlebenskampf vieler der knapp 1500 Brauereien. Diese stünden nur wenigen Großhändlern gegenüber. Die Handelsketten würden immer mehr die Preise diktieren.
Der Heineken-Chef will da nicht mitmachen: „Unsere Lösung liegt nicht in aggressiven Werbeaktionen.“ Und: „Sie werden bei uns auch keine Angebote wie 10 Euro für eine Kiste finden.“
Deutsche Biere sind heimatschwach und exportstark
Der Deutsche Brauer-Bund (DBB) meldete heute unter Berufung auf das Statistische Bundesamt: Im Februar sank der Absatz um 2,5 Prozent auf 5,2 Millionen Hektoliter. Das Minus ist heimatgemacht: Der Inlandsabsatz schrumpfte um 6,9 Prozent (4,1 Mio. Hektoliter). Rauf ging es dafür kräftig im Export: ein Plus von 17,6 Prozent. Außerhalb der EU ging es dabei um 12,8 Prozent rauf (495.437 Hektoliter). Noch besser lief es in der EU: ein Plus von 21,8 Prozent auf 622.421 Hektoliter.
Bild Zeitung
Heineken-Chef findet Bier bei uns zu billig!
Berlin – Zu viel getrunken? Der Deutschlandchef des Brauerei-Riesen Heineken (Niederlande) findet die Bierpreise bei uns – Achtung! – zu niedrig! Geert Swaanenburg (54) sagte der FAZ über Mentalität und Marktlage in unserer Biernation (Reinheitsgebot seit 1516): „Der Wert von Bier ist hier sehr niedrig.“ Grund für den Preis-Kater beim Bier-Boss: „Während Biertrinkern im deutschen Getränkemarkt wahrscheinlich eher die Preissprünge der vergangenen Jahre auffallen, sehen Hersteller gestiegene Kosten für Energie, Rohstoffe, Arbeit.“
Dabei kostet das Heineken-Bier in Deutschland meist 15 Prozent mehr als ein heimisches Pils oder Helles!
Allerdings ist die Branche seit Jahren unter Druck. Die Deutschen trinken immer weniger von ihrem Nationalgetränk: 2024 lag die Biertrink-Leistung der Deutschen bei 88 Litern pro Kopf. Historischer Tiefststand! 20 Jahre zuvor waren es noch 116 Liter. Die Sachsen kommen noch auf 150 Liter pro Kopf.
Wie wichtig den Deutschen ihr Bier ist, zeigt auch die Werbewirkung: Im Supermarkt ist Bier oft ein Lockangebot: Kistenpreise knapp um 10 Euro, Dauer-Rabatte, aggressive Aktionen. Für viele Kunden normal – für die Brauer ein wachsendes Problem. Der Grund liege, so FAZ und Heineken-Chef, im Überlebenskampf vieler der knapp 1500 Brauereien. Diese stünden nur wenigen Großhändlern gegenüber. Die Handelsketten würden immer mehr die Preise diktieren.
Der Heineken-Chef will da nicht mitmachen: „Unsere Lösung liegt nicht in aggressiven Werbeaktionen.“ Und: „Sie werden bei uns auch keine Angebote wie 10 Euro für eine Kiste finden.“
Deutsche Biere sind heimatschwach und exportstark
Der Deutsche Brauer-Bund (DBB) meldete heute unter Berufung auf das Statistische Bundesamt: Im Februar sank der Absatz um 2,5 Prozent auf 5,2 Millionen Hektoliter. Das Minus ist heimatgemacht: Der Inlandsabsatz schrumpfte um 6,9 Prozent (4,1 Mio. Hektoliter). Rauf ging es dafür kräftig im Export: ein Plus von 17,6 Prozent. Außerhalb der EU ging es dabei um 12,8 Prozent rauf (495.437 Hektoliter). Noch besser lief es in der EU: ein Plus von 21,8 Prozent auf 622.421 Hektoliter.
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