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- Out 5, 2021
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„Mit mir verliert man das Ding nicht“:
Kroos macht Zverev Grand-Slam-Versprechen
Das ist mal eine Ansage!
Ex-Fußballprofi Toni Kroos (34) zu Gast im Podcast „A bis Z“ von Alexander (27) und Mischa Zverev (37). Hier der erfolgreichste deutsche Kicker aller Zeiten, dem nur der EM-Titel fehlt, dort der Olympiasieger, der noch immer dem ersehnten Grand-Slam-Titel hinterherjagt. Mittwoch erscheint er überall, wo es Podcasts gibt und beim Tennis Channel.
Die beiden Nordlichter verstehen sich offenbar super. Der Hamburger war auch schon zu Gast im Podcast „Einfach mal luppen“ des Greifswalders, den er mit seinem Bruder Felix (33) macht.
Schon vor Wochen versprach der Weltmeister von 2014 der Nummer 2 der Tennis-Welt, dass er bei seinem nächsten Grand-Slam-Finale in Zverevs Box sitzt. Kroos: „Das Wort steht. Mit mir verliert man das Ding nicht.“ In der Tat gewann Kroos alle seine sechs Champions-League-Finals mit Real Madrid.
Aber das ist längst nicht alles. Kroos verrät, wie er beinahe Tennis-Spieler geworden wäre: „Noch vor Fußball habe ich Badminton gespielt. Meine Mama war DDR-Meisterin. So fand ich auch schnell Freude am Tennis. Man sagt, ich sein ein fieser Linkshänder gewesen.“
Und er hätte länger gespielt, als er es letztlich als Fußballer tat. „Wäre ich Tennis-Spieler, hätte ich noch nicht aufgehört. Du sitzt jetzt mit deinem Bruder hier und nimmst einen Podcast auf. Geht im Team-Sport nicht. Du entscheidest, ob du Frau und Kinder auf Turniere mitnimmst. Du entscheidest, wer ist dein Team, wer sitzt in der Box und wer schläft in der Nacht vorm Spiel in deinem Bett. Das hast du im Team-Sport nicht“, so Kroos zu Zverev.
Doch seinem Ex-Kollegen Diego Forlan (45), der nach der Fußball-Karriere Future-Turniere spielte, will es Kroos nicht gleichtun. „Tennis geht mit dem Aufschlag los, das funktioniert bei mir nicht“, lacht er.
Und andersherum? Zverev als Fußballer? „Ich habe mich mal vor 30 000 Zuschauern in der Allianz-Arena bei einem Legenden-Spiel zum Affen gemacht. Was mit Füßen ist, funktioniert bei mir nicht. Aber es macht Bock“, so der French-Open-Finalist, der am Wochenende zum Masters nach Shanghai geflogen ist, das Ende der Woche beginnt.
Kroos sprach mit den Zverev-Brüdern außerdem über ...
... sein Karriereende: „Ich wollte immer auf absolutem Top-Level aufhören. Ich habe mit so vielen Top-Spielern zusammengespielt, aber keine Handvoll hat das geschafft. Da gab es noch den Wechsel da- und dorthin. Das ständige Reisen, das ständige Wegsein von der Familie haben mich über die Jahre müde gemacht. Vielleicht sage ich in fünf Jahren, es war ein Jahr zu früh, aber im Moment fühlt es sich richtig an.“
... sein neues Leben: „Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben im August Urlaub gemacht. Und wenn ich jetzt die Kinder in die Schule bringe, fahre ich danach nach Hause und nicht zum Training.“
... Abtrainieren bei Real: „Ich weiß nicht, ob die das so geil finden, wenn ich ab und zu auftauche und sage, ich will mal mitmachen. Außerdem bestünde aktuell noch die Gefahr, dass der Carlo (Trainer Ancelotti, d. Red.) sagt: ‚Jetzt bleibst du hier.‘“
... einen Trainer-Job: „Erwachsene zu trainieren, da hätte ich jetzt keine Lust drauf. Ich mache ja eine Jugend-Akademie in Madrid auf, da müssen die dann dran glauben, wenn ich mal mitspiele.“
... den deutschen Sport: „Wir fördern sogenannte Randsportarten nicht genügend. Von denen hört man vier Jahre nichts und dann sieht man, dass die Entwicklung schlechter wurde. Ich bin da zu weit weg, um über die Gründe zu reden, aber es liegt mit Sicherheit auch an der Bezahlung. Da gibt es Sportarten, da machen die Athleten mehr als wir beide (er meint sich und Zverev, d. Red.) zusammen. Die trainieren jeden Tag bis zum Erbrechen, aber die warten gefühlt immer vier Jahre, ob sie bei Olympia erfolgreich sind, um auch mal ein bisschen Geld zu verdienen. Das ist das Problem: Den Anreiz zu schaffen, wofür lohnt es sich, so viel zu kämpfen.“
... Real Madrids Erfolgsgeheimnis: „Real hat es immer sehr schlau gemacht. Wir mussten immer viel Qualität ersetzen, aber dann war ein neuer junger Spieler schon fertig. Da hat ein Rad ins andere gegriffen. Es zählen nicht nur die Beine, sondern auch was zwischen den Ohren ist.“ Sein Vergleich: „Die Top 10 der Welt im Tennis haben auch alle eine super Vor- und Rückhand. Aber die bei 15:40 auch noch zu haben, das unterscheidet dann die Besten von den anderen.“
... seine Einstellung: „Ich wusste: Mit elf Toni Kroos’ gewinnst du gar nichts. Aber ohne einen Toni Kroos vielleicht auch nicht. Deswegen versuchte ich immer, meine Leute in Position zu bringen, wo sie am besten sind und uns die Spiele gewinnen.“
... Cristiano Ronaldo (39): „Cristiano war da, wenn ich zum Training kam und war noch da, wenn ich ging. Wir alle wollen Titel gewinnen und Tore schießen, aber für ihn war das eine positive Sucht, Tore zu machen. Ich wage zu behaupten, das will der auch in Saudi-Arabien.“
... etwas, das er am Fußball nicht mag: „Einzel-Auszeichnungen im Fußball finde ich komplett unnötig. Ohne die Mannschaft wäre der Einzelne nichts.“
Bild Zeitung
Kroos macht Zverev Grand-Slam-Versprechen
Das ist mal eine Ansage!
Ex-Fußballprofi Toni Kroos (34) zu Gast im Podcast „A bis Z“ von Alexander (27) und Mischa Zverev (37). Hier der erfolgreichste deutsche Kicker aller Zeiten, dem nur der EM-Titel fehlt, dort der Olympiasieger, der noch immer dem ersehnten Grand-Slam-Titel hinterherjagt. Mittwoch erscheint er überall, wo es Podcasts gibt und beim Tennis Channel.
Die beiden Nordlichter verstehen sich offenbar super. Der Hamburger war auch schon zu Gast im Podcast „Einfach mal luppen“ des Greifswalders, den er mit seinem Bruder Felix (33) macht.
Schon vor Wochen versprach der Weltmeister von 2014 der Nummer 2 der Tennis-Welt, dass er bei seinem nächsten Grand-Slam-Finale in Zverevs Box sitzt. Kroos: „Das Wort steht. Mit mir verliert man das Ding nicht.“ In der Tat gewann Kroos alle seine sechs Champions-League-Finals mit Real Madrid.
Aber das ist längst nicht alles. Kroos verrät, wie er beinahe Tennis-Spieler geworden wäre: „Noch vor Fußball habe ich Badminton gespielt. Meine Mama war DDR-Meisterin. So fand ich auch schnell Freude am Tennis. Man sagt, ich sein ein fieser Linkshänder gewesen.“
Und er hätte länger gespielt, als er es letztlich als Fußballer tat. „Wäre ich Tennis-Spieler, hätte ich noch nicht aufgehört. Du sitzt jetzt mit deinem Bruder hier und nimmst einen Podcast auf. Geht im Team-Sport nicht. Du entscheidest, ob du Frau und Kinder auf Turniere mitnimmst. Du entscheidest, wer ist dein Team, wer sitzt in der Box und wer schläft in der Nacht vorm Spiel in deinem Bett. Das hast du im Team-Sport nicht“, so Kroos zu Zverev.
Doch seinem Ex-Kollegen Diego Forlan (45), der nach der Fußball-Karriere Future-Turniere spielte, will es Kroos nicht gleichtun. „Tennis geht mit dem Aufschlag los, das funktioniert bei mir nicht“, lacht er.
Und andersherum? Zverev als Fußballer? „Ich habe mich mal vor 30 000 Zuschauern in der Allianz-Arena bei einem Legenden-Spiel zum Affen gemacht. Was mit Füßen ist, funktioniert bei mir nicht. Aber es macht Bock“, so der French-Open-Finalist, der am Wochenende zum Masters nach Shanghai geflogen ist, das Ende der Woche beginnt.
Kroos sprach mit den Zverev-Brüdern außerdem über ...
... sein Karriereende: „Ich wollte immer auf absolutem Top-Level aufhören. Ich habe mit so vielen Top-Spielern zusammengespielt, aber keine Handvoll hat das geschafft. Da gab es noch den Wechsel da- und dorthin. Das ständige Reisen, das ständige Wegsein von der Familie haben mich über die Jahre müde gemacht. Vielleicht sage ich in fünf Jahren, es war ein Jahr zu früh, aber im Moment fühlt es sich richtig an.“
... sein neues Leben: „Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben im August Urlaub gemacht. Und wenn ich jetzt die Kinder in die Schule bringe, fahre ich danach nach Hause und nicht zum Training.“
... Abtrainieren bei Real: „Ich weiß nicht, ob die das so geil finden, wenn ich ab und zu auftauche und sage, ich will mal mitmachen. Außerdem bestünde aktuell noch die Gefahr, dass der Carlo (Trainer Ancelotti, d. Red.) sagt: ‚Jetzt bleibst du hier.‘“
... einen Trainer-Job: „Erwachsene zu trainieren, da hätte ich jetzt keine Lust drauf. Ich mache ja eine Jugend-Akademie in Madrid auf, da müssen die dann dran glauben, wenn ich mal mitspiele.“
... den deutschen Sport: „Wir fördern sogenannte Randsportarten nicht genügend. Von denen hört man vier Jahre nichts und dann sieht man, dass die Entwicklung schlechter wurde. Ich bin da zu weit weg, um über die Gründe zu reden, aber es liegt mit Sicherheit auch an der Bezahlung. Da gibt es Sportarten, da machen die Athleten mehr als wir beide (er meint sich und Zverev, d. Red.) zusammen. Die trainieren jeden Tag bis zum Erbrechen, aber die warten gefühlt immer vier Jahre, ob sie bei Olympia erfolgreich sind, um auch mal ein bisschen Geld zu verdienen. Das ist das Problem: Den Anreiz zu schaffen, wofür lohnt es sich, so viel zu kämpfen.“
... Real Madrids Erfolgsgeheimnis: „Real hat es immer sehr schlau gemacht. Wir mussten immer viel Qualität ersetzen, aber dann war ein neuer junger Spieler schon fertig. Da hat ein Rad ins andere gegriffen. Es zählen nicht nur die Beine, sondern auch was zwischen den Ohren ist.“ Sein Vergleich: „Die Top 10 der Welt im Tennis haben auch alle eine super Vor- und Rückhand. Aber die bei 15:40 auch noch zu haben, das unterscheidet dann die Besten von den anderen.“
... seine Einstellung: „Ich wusste: Mit elf Toni Kroos’ gewinnst du gar nichts. Aber ohne einen Toni Kroos vielleicht auch nicht. Deswegen versuchte ich immer, meine Leute in Position zu bringen, wo sie am besten sind und uns die Spiele gewinnen.“
... Cristiano Ronaldo (39): „Cristiano war da, wenn ich zum Training kam und war noch da, wenn ich ging. Wir alle wollen Titel gewinnen und Tore schießen, aber für ihn war das eine positive Sucht, Tore zu machen. Ich wage zu behaupten, das will der auch in Saudi-Arabien.“
... etwas, das er am Fußball nicht mag: „Einzel-Auszeichnungen im Fußball finde ich komplett unnötig. Ohne die Mannschaft wäre der Einzelne nichts.“
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