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- Out 5, 2021
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Darts
Luke Littler: der König einer neuen Ära
Luke Littler stürmt mit einer Machtdemonstration zu seinem zweiten Weltmeistertitel. Der 18-Jährige führt eine neue Ära im Dartssport an, der Platz auf dem Thron scheint für Jahre reserviert.
Luke Littler kämpfte sich mit der mächtigen Sid-Waddell-Trophy im Arm durch den Alexandra Palace, der 23 kg schwere Silberpokal verlangte dem 18-Jährigen einiges ab. Bei seiner historischen Titelverteidigung hatte der Weltmeister zuvor deutlich weniger Mühe gehabt, den Angriff auf seinen Thron wehrte der Darts-König mit Leichtigkeit ab.
„Das ist es, wovon ich geträumt habe“, sagte Littler. Nacheinander Weltmeister zu werden, war zuvor nur Legende Phil Taylor, Adrian Lewis und Gary Anderson gelungen. „Es fühlt sich unglaublich an“, erklärte der englische Teenager, der seinem niederländischen Herausforderer Gian van Veen im WM-Finale von London beim 7:1 nach Sätzen nicht den Hauch einer Chance ließ.
Mit Titel Nummer zwei sicherte sich Littler den Siegerscheck von erstmals einer Million Pfund (rund 1,15 Millionen Euro). In der Weltrangliste ist „The Nuke“ der Konkurrenz damit enteilt, mit 2,77 Millionen Pfund liegt Littler mit mehr als doppelt so viel Preisgeld vor Verfolger Luke Humphries. Littler bleibt mindestens bis Oktober an der Spitze, er bräuchte bis dahin nicht einmal antreten.
„Werde noch sehr lange dabei sein“
Doch gewiss hat der Superstar größere Ziele. „Noch 14 Titel?“ Dafür werde er wohl „noch 15 bis 16 Jahre“ brauchen, sagte Littler großspurig mit Blick auf Taylors Rekordmarke von 16 Weltmeistertiteln und schmunzelte: „Ich werde noch sehr lange dabei sein. Ich bin hier, um zu gewinnen.“
Daran ließ Littler bei seiner dritten Weltmeisterschaft keinen Zweifel. Der Teenager aus Warrington fegte durch das Turnier, nur im Achtelfinale gegen Rob Cross wackelte er kurz. Insgesamt gab Littler im Turnierverlauf lediglich vier Sätze ab, im Endspiel holte er sieben am Stück.
Der größte Gegner waren die Fans, mit denen sich Littler kurzzeitig anlegte, sich aber nach dem gewonnenen Endspiel der Rekord-WM mit erstmals 128 Teilnehmern versöhnlich zeigte. Auch einem Angriff der „Ally-Pally-Wespe“ im Finale wich der Champion in der Manier eines Boxers aus.
Und nun? „Ich will alles dominieren. Ich will alles gewinnen“, kündigte Littler an. Zehn Majortitel hat der Senkrechtstarter bereits gewonnen, von den zehn großen Einzelturnieren fehlen ihm nur noch zwei. Ende Januar hat Littler die Chance, erstmals beim World Masters zu triumphieren. Danach würde ihm nur noch die Europameisterschaft fehlen.
Diesen Titel hält van Veen. Der fünf Jahre ältere zweimalige Junioren-Weltmeister gehört ebenfalls zur neuen Generation, die den Dartssport auf den Kopf gestellt hat. Verdiente Stars wie der zweimalige Weltmeister Peter Wright sind nicht mehr auf dem Topniveau früherer Tage, andere werden durch die junge Riege verdrängt.
„Die Jungen sind da, wir versuchen, die Kontrolle zu erlangen“, sagte van Veen, der durch seinen Lauf bis ins Finale Weltranglistenplatz drei eroberte und damit Ex-Dominator van Gerwen nach 13 Jahren als Nummer eins der Niederlande abgelöst hat – eine Zeitenwende. „Ich glaube, dieses Spiel gehört jetzt den jungen Spielern“, meinte van Veen: „Wir sind hier, um zu zeigen, wie es geht.“
Aber auch van Veen weiß: „Wir sind uns alle einig, Luke ist eine Klasse für sich.“
Tageblatt
Luke Littler: der König einer neuen Ära
Luke Littler stürmt mit einer Machtdemonstration zu seinem zweiten Weltmeistertitel. Der 18-Jährige führt eine neue Ära im Dartssport an, der Platz auf dem Thron scheint für Jahre reserviert.
Luke Littler kämpfte sich mit der mächtigen Sid-Waddell-Trophy im Arm durch den Alexandra Palace, der 23 kg schwere Silberpokal verlangte dem 18-Jährigen einiges ab. Bei seiner historischen Titelverteidigung hatte der Weltmeister zuvor deutlich weniger Mühe gehabt, den Angriff auf seinen Thron wehrte der Darts-König mit Leichtigkeit ab.
„Das ist es, wovon ich geträumt habe“, sagte Littler. Nacheinander Weltmeister zu werden, war zuvor nur Legende Phil Taylor, Adrian Lewis und Gary Anderson gelungen. „Es fühlt sich unglaublich an“, erklärte der englische Teenager, der seinem niederländischen Herausforderer Gian van Veen im WM-Finale von London beim 7:1 nach Sätzen nicht den Hauch einer Chance ließ.
Mit Titel Nummer zwei sicherte sich Littler den Siegerscheck von erstmals einer Million Pfund (rund 1,15 Millionen Euro). In der Weltrangliste ist „The Nuke“ der Konkurrenz damit enteilt, mit 2,77 Millionen Pfund liegt Littler mit mehr als doppelt so viel Preisgeld vor Verfolger Luke Humphries. Littler bleibt mindestens bis Oktober an der Spitze, er bräuchte bis dahin nicht einmal antreten.
„Werde noch sehr lange dabei sein“
Doch gewiss hat der Superstar größere Ziele. „Noch 14 Titel?“ Dafür werde er wohl „noch 15 bis 16 Jahre“ brauchen, sagte Littler großspurig mit Blick auf Taylors Rekordmarke von 16 Weltmeistertiteln und schmunzelte: „Ich werde noch sehr lange dabei sein. Ich bin hier, um zu gewinnen.“
Daran ließ Littler bei seiner dritten Weltmeisterschaft keinen Zweifel. Der Teenager aus Warrington fegte durch das Turnier, nur im Achtelfinale gegen Rob Cross wackelte er kurz. Insgesamt gab Littler im Turnierverlauf lediglich vier Sätze ab, im Endspiel holte er sieben am Stück.
Der größte Gegner waren die Fans, mit denen sich Littler kurzzeitig anlegte, sich aber nach dem gewonnenen Endspiel der Rekord-WM mit erstmals 128 Teilnehmern versöhnlich zeigte. Auch einem Angriff der „Ally-Pally-Wespe“ im Finale wich der Champion in der Manier eines Boxers aus.
Und nun? „Ich will alles dominieren. Ich will alles gewinnen“, kündigte Littler an. Zehn Majortitel hat der Senkrechtstarter bereits gewonnen, von den zehn großen Einzelturnieren fehlen ihm nur noch zwei. Ende Januar hat Littler die Chance, erstmals beim World Masters zu triumphieren. Danach würde ihm nur noch die Europameisterschaft fehlen.
Diesen Titel hält van Veen. Der fünf Jahre ältere zweimalige Junioren-Weltmeister gehört ebenfalls zur neuen Generation, die den Dartssport auf den Kopf gestellt hat. Verdiente Stars wie der zweimalige Weltmeister Peter Wright sind nicht mehr auf dem Topniveau früherer Tage, andere werden durch die junge Riege verdrängt.
„Die Jungen sind da, wir versuchen, die Kontrolle zu erlangen“, sagte van Veen, der durch seinen Lauf bis ins Finale Weltranglistenplatz drei eroberte und damit Ex-Dominator van Gerwen nach 13 Jahren als Nummer eins der Niederlande abgelöst hat – eine Zeitenwende. „Ich glaube, dieses Spiel gehört jetzt den jungen Spielern“, meinte van Veen: „Wir sind hier, um zu zeigen, wie es geht.“
Aber auch van Veen weiß: „Wir sind uns alle einig, Luke ist eine Klasse für sich.“
Tageblatt
