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- Out 5, 2021
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Präsident plädierte für höhere Spritpreise:
Mitglieder-Ärger! Austrittswelle beim ADAC
Frankfurt/Main – Ärger bei Deutschlands größtem Automobilclub. Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand (60) spricht sich jetzt in einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ für höhere Benzin- und Dieselpreise aus – um die Klimaschutzziele zu erreichen. In den sozialen Medien posten Mitglieder ihre Kündigungsschreiben.
Die 22 Millionen Mitglieder des ADAC sind Kommunikationsprobleme gewohnt. Erst 2018 hatte der Autoclub in einer Werbekampagne seinen Beitragszahlern erklärt, kein Autoclub mehr zu sein und „nicht deutsch“ zu sein.
Jetzt die neueste Aussage, die viele Mitglieder verwundert. „Der ADAC hält die CO₂-Bepreisung für ein richtiges Instrument, um die Klimaschutzziele zu erreichen“, sagt Hillebrand. „Die Leute brauchen den Anreiz, um auf klimaschonende Alternativen zum Diesel und Benziner umzusteigen.“
Heißt: Der Automobilclub plädiert offiziell für hohe Spritpreise, damit man sich seinen Verbrenner nicht mehr leisten kann. Und dann weiter – so die Vorstellung des ADAC-Verkehrspräsidenten – auf z. B. das Elektroauto umsteigt.
Ein Schlag ins Gesicht der Mitglieder, die ähnlich wie der Bundesdurchschnitt zu 90 Prozent Fahrer von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor sind. Die Antwort in den sozialen Medien: massenhaft Austritte. Mitglieder präsentieren ihre Kündigungsschreiben oder abfotografierte Formulare, in denen sie ihre Austritte erklären.
So schreibt Patrick P.: „Wenn man es als Automobilclub gut findet, dass Autofahren teurer wird durch höhere CO₂-Steuer und damit höhere Kraftstoffpreise, habe ich in diesen Club nach so vielen Jahren Mitgliedschaft nichts mehr verloren.“ Oder Günter G.: „Der ADAC vertritt meine Interessen als Fahrer eines 29 Jahre alten Benziners überhaupt nicht mehr!“
ADAC sieht sich missverstanden
Der ADAC sieht sich missverstanden. Doch Hillebrand sagte noch mehr. Nach dem EU-Plan zur Rücknahme des Verbrenner-Aus sorgt sich der Verkehrspräsident, dass auch die Klimaschutzziele gelockert werden könnten: „Davor kann ich nur warnen. Europa muss an ehrgeizigen CO₂-Minderungszielen festhalten, denn wir müssen die Erderwärmung begrenzen.“
Eigentlich sollte zum 1. Januar 2027 ein EU-weiter CO₂-Preis für Sprit eingeführt werden, der wegen des Widerstands osteuropäischer Länder um ein Jahr verschoben wurde. Hillebrand: „Dass sich die EU etwas mehr Zeit lässt und Preisspitzen verhindert, um die Belastungen nicht zu stark werden zu lassen, ist absolut in Ordnung.“
Bild Zeitung
Mitglieder-Ärger! Austrittswelle beim ADAC
Frankfurt/Main – Ärger bei Deutschlands größtem Automobilclub. Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand (60) spricht sich jetzt in einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ für höhere Benzin- und Dieselpreise aus – um die Klimaschutzziele zu erreichen. In den sozialen Medien posten Mitglieder ihre Kündigungsschreiben.
Die 22 Millionen Mitglieder des ADAC sind Kommunikationsprobleme gewohnt. Erst 2018 hatte der Autoclub in einer Werbekampagne seinen Beitragszahlern erklärt, kein Autoclub mehr zu sein und „nicht deutsch“ zu sein.
Jetzt die neueste Aussage, die viele Mitglieder verwundert. „Der ADAC hält die CO₂-Bepreisung für ein richtiges Instrument, um die Klimaschutzziele zu erreichen“, sagt Hillebrand. „Die Leute brauchen den Anreiz, um auf klimaschonende Alternativen zum Diesel und Benziner umzusteigen.“
Heißt: Der Automobilclub plädiert offiziell für hohe Spritpreise, damit man sich seinen Verbrenner nicht mehr leisten kann. Und dann weiter – so die Vorstellung des ADAC-Verkehrspräsidenten – auf z. B. das Elektroauto umsteigt.
Ein Schlag ins Gesicht der Mitglieder, die ähnlich wie der Bundesdurchschnitt zu 90 Prozent Fahrer von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor sind. Die Antwort in den sozialen Medien: massenhaft Austritte. Mitglieder präsentieren ihre Kündigungsschreiben oder abfotografierte Formulare, in denen sie ihre Austritte erklären.
So schreibt Patrick P.: „Wenn man es als Automobilclub gut findet, dass Autofahren teurer wird durch höhere CO₂-Steuer und damit höhere Kraftstoffpreise, habe ich in diesen Club nach so vielen Jahren Mitgliedschaft nichts mehr verloren.“ Oder Günter G.: „Der ADAC vertritt meine Interessen als Fahrer eines 29 Jahre alten Benziners überhaupt nicht mehr!“
ADAC sieht sich missverstanden
Der ADAC sieht sich missverstanden. Doch Hillebrand sagte noch mehr. Nach dem EU-Plan zur Rücknahme des Verbrenner-Aus sorgt sich der Verkehrspräsident, dass auch die Klimaschutzziele gelockert werden könnten: „Davor kann ich nur warnen. Europa muss an ehrgeizigen CO₂-Minderungszielen festhalten, denn wir müssen die Erderwärmung begrenzen.“
Eigentlich sollte zum 1. Januar 2027 ein EU-weiter CO₂-Preis für Sprit eingeführt werden, der wegen des Widerstands osteuropäischer Länder um ein Jahr verschoben wurde. Hillebrand: „Dass sich die EU etwas mehr Zeit lässt und Preisspitzen verhindert, um die Belastungen nicht zu stark werden zu lassen, ist absolut in Ordnung.“
Bild Zeitung
