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Schräge Szenen auf dem Weihnachtsmarkt:
Poller werden 40-mal pro Stunde verschoben


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Augsburg (Bayern) – Betonsperren, querstehende Lkw und Metallpoller: Weihnachtsmärkte in Deutschland müssen nach mehreren Terroranschlägen in den letzten Jahren regelmäßig vor Angriffen geschützt werden.

Beim Christkindlesmarkt in Augsburg (Bayern) führt das zu kuriosen Zuständen: Dort werden mobile Poller regelmäßig von der Straße gehievt und wieder zurückgeschoben, wie die „Augsburger Allgemeine Zeitung“ zuerst berichtete.

Der Grund für den Poller-Irrsinn

Der Grund: Direkt durch den frisch eröffneten Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus fahren regelmäßig die Straßenbahnen der Linien 1 und 2. Beide fahren im 7-Minuten-Takt, was bei zwei Pollern auf jeder Seite dazu führe, dass diese „circa 40-mal pro Stunde“ zur Seite geschoben werden müssten, wie Augsburgs Ordnungsreferent Frank Pintsch (45, CSU) auf BILD-Anfrage erklärt.

Die Reaktionen der Augsburger: „So ein Schwachsinn.“, „Da kommt ja richtig Freude auf“, und „Wenn man denkt, es geht nicht blöder“. Er habe sich da schon einige kritische Reaktionen anhören müssen, räumt Pintsch ein.

Allerdings wäre eine komplette Sperrung der Straßenbahnlinien zu aufwendig und deshalb unverhältnismäßig gewesen. „Die Herausnahme des ÖPNV aus dem ÖPNV-Netz für die gesamte Dauer des Christkindlesmarktes war keine Option, sodass man zu diesem flexiblen System gekommen ist.“

So viel kostet die Sicherheitsmaßnahme

Die Stadt Augsburg habe nach einem im Sicherheitsausschuss vorgestellten Konzept neben anderen mobilen Zufahrtssperren insgesamt acht dieser Poller, sogenannte „Oktablocks“ gekauft, dazu vier Hubwagen („Oktamover“) zum leichteren Versetzen der Poller. Kostenpunkt: 250.000 Euro!

Der Vorteil: Die Poller seien bereits bei anderen Veranstaltungen, wie z.B. Sommer- und Volksfesten, zum Einsatz gekommen, so Pintsch, der in Augsburg berufsmäßiger Stadtrat ist.

Dazu kommen allerdings Personalkosten für die eingesetzten Sicherheitskräfte am Christkindlesmarkt, die die Poller verschieben, die sich nach Angaben der Stadt Augsburg „auf einen mittleren fünfstelligen Betrag“ belaufen – also rund 50.000 Euro.

Was wäre die Alternative gewesen?

Wären versenkbare Poller nicht praktischer, so wie sie auch in anderen deutschen Städten verwendet werden? Sicher, sagt Ordnungsreferent Pintsch, die wären dann aber auch deutlich teurer gewesen und hätten mit Erdarbeiten dann rund 5 Millionen Euro gekostet. Die jetzt gewählte Variante sei deshalb unter den aktuellen Rahmenbedingungen für Augsburg „die beste“.

Bild Zeitung
 
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