Portal Chamar Táxi

Notícias Regierung will Acht-Stunden-Tag kippen

Roter.Teufel

Sub-Administrador
Team GForum
Entrou
Out 5, 2021
Mensagens
61,725
Gostos Recebidos
1,843
Beschluss „noch in diesem Jahr“:
Regierung will Acht-Stunden-Tag kippen


b0c3b41cbdfe29161173e21575109ec0,b49a4f21


Berlin – Millionen Arbeitnehmer könnten bald Arbeitszeit und Freizeit viel flexibler planen. In der neuen nationalen Tourismusstrategie, die das Bundeskabinett heute beschließt, findet sich eine echte Job-Revolution. Die Regierung will „die Möglichkeit einer wöchentlichen anstatt einer täglichen Höchstarbeitszeit schaffen“, heißt es in dem Papier, das BILD exklusiv vorliegt. Dies diene einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Eltern z. B. könnten dann länger am Stück arbeiten – und anschließend freihaben.

Laut aktuellem Arbeitszeitgesetz dürfen 8 Stunden pro Tag nur auf maximal 10 Stunden erhöht werden, wenn innerhalb von sechs Monaten ein 8-Stunden-Durchschnitt pro Werktag eingehalten wird. Für die Tourismusbranche und das Gastgewerbe mit Saison-, Wochenend- und Nachtarbeit winkt eine erhebliche Erleichterung, das geplante neue Arbeitszeitgesetz wird dann aber für alle Wirtschaftssektoren gelten.

Christoph Ploß (40, CDU), Koordinator der Bundesregierung für Tourismus, kündigt in BILD einen Beschluss über die Flexibilisierung der Arbeitszeiten „noch in diesem Jahr“ an. Weiter: „Davon werden nicht nur mittelständische Unternehmen profitieren, sondern auch Millionen Arbeitnehmer in Deutschland.“ Auch Mehrarbeit soll laut Strategie-Papier attraktiver werden: „Als Anreiz wird der Bund Überstundenzuschläge steuerfrei stellen und einmalig gezahlte Prämien zur Ausweitung der Arbeitszeit bei Teilzeit steuerlich begünstigen“, heißt es darin.

Die neue Tourismusstrategie soll aber auch Kosten senken. So werden die Veranstalter-Beiträge in den Reisesicherungsfonds sinken. Er sichert Urlauber bei Anbieter-Insolvenzen ab, ist heute prall gefüllt. Sinkende Kosten könnten Reisepreise purzeln lassen. Praxis-Checks sollen zudem überflüssige Vorgaben und Berichtspflichten in Betrieben aufspüren. Vor allem kleine Unternehmen „werden durch bürokratischen Aufwand über die Maßen belastet.“

Urlaub darf in Deutschland „nicht unerschwinglich“ werden

Christoph Ploß: „Mit der nationalen Tourismusstrategie sorgen wir dafür, dass in Autobahnen, Schienen, Radwege sowie Häfen investiert wird und der Luftfahrtstandort Deutschland wieder wettbewerbsfähiger wird. Auch überflüssige Dokumentationspflichten und Belastungen für die Unternehmen sollen wegfallen. Dadurch wird die Tourismuswirtschaft in Deutschland wachsen. Für uns ist wichtig, dass für die hart arbeitenden Menschen in Deutschland der Urlaub nicht unerschwinglich wird.“

Sören Hartmann (62), Präsident des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft, begrüßt in BILD „den klaren wirtschaftspolitischen Fokus der Strategie“. Weiter sagt er: „Das ist ein wichtiges Signal für die Branche in aktuell nicht immer einfachem Fahrwasser.“

Bild Zeitung
 
Topo