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- Out 5, 2021
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Scholl-Sohn verrät Bayern-Anekdote
Schon im April 2020 sagte Lucas Scholl im SPORT BILD-Interview über seine Zukunft: „Ich werde sicher nicht mit einem Anzug irgendwann im Büro sitzen. Mein Plan B heißt Fußball. Wenn es mit der aktiven Karriere nichts wird, will ich unbedingt als Trainer arbeiten.“
Lucas Scholl, Sohn von Bayern-Legende und Ex-Nationalspieler Mehmet Scholl (55), ist heute 29 Jahre alt. Mit einer großen Fußball-Karriere ist es nichts geworden. Er spielt bei Wacker Innsbruck in der dritten österreichischen Liga, gehört aber auch zum Trainerteam bei der U17 des FC Bayern – arbeitet also an seinem Plan B.
Im Youtube-Format „Einfach Fussball.“ hat Scholl jetzt auf seine Karriere zurückgeblickt, auf die Zeit, als er unter Trainer Pep Guardiola kurz vor einer großen Laufbahn zu stehen schien, welche Erfahrungen er damals an der Seite der Top-Stars machte – und welche Fehler.
Guardiola lernte Scholl bei einem U19-Trainingsspiel kennen. Scholl erinnert sich: „Dann kam Pep nach dem Spiel zu mir und hat mir Tipps gegeben, die ganz geil waren: Wenn ich den Ball von einer Seite bekomme, muss ich immer offen stehen. Ich darf nie geschlossen stehen. Und wenn der Ball von links kommt, muss der Blick immer nach vorne gerichtet sein. Ich muss den Ball mit rechts annehmen, nicht mit links. Ganz viele Basics hat er mir innerhalb von einer Minute gesagt, die ich machen soll.“
In der Folgezeit habe er regelmäßig gespielt. Und bei den Profis trainiert. Lucas Scholl: „Alle 22 Spieler waren top, jede Position war doppelt oder dreifach top besetzt. Juan Bernat kam ins Trainingslager nach Amerika – ich habe noch nie einen besseren Linksverteidiger in meinem Leben gesehen. Er war unglaublich, wirklich – und er war der Ersatzmann für David Alaba.“
Scholl arbeitete zusammen mit Co-Trainer Hermann Gerland daran, die Chancen auf eine Profi-Karriere zu verbessern. Und der sagte ihm schließlich: „‚Lucas, wenn wir Meister sind und wir in der Champions League noch dabei sind, spielst Du dieses Jahr noch Bundesliga‘. Und ich dachte: Geil. Dann bin ich zu den Amateuren runter, hab das auch meinem Trainer erzählt, hey, ich spiele dieses Jahr noch Bundesliga. Nächstes Spiel – Halbzeit raus. Nächstes Spiel – nicht im Kader. So war das.“
Scholl: „Dafür war ich mir damals zu schade“
Trainer der Bayern-Amateure war damals Heiko Vogel (50), heute Coach von Zweitligist Greuther Fürth. Scholl: „Ich weiß nicht, was da war. Ich weiß es nicht. Das war schon eklig, und dann bin ich auch gegangen im Winter.“ Anfang 2017 wechselte der Mittelfeldspieler zu Wacker Nordhausen. Auch der Schweizer Klub FC Luzern hatte offenbar Interesse. Scholl erinnert sich so: „Ich sollte einen normalen Profivertrag für junge Spieler erhalten. Den bekamen alle. Ich sollte nebenbei noch im Fanshop arbeiten, auch wie alle anderen Spieler. Es ging einfach darum, Demut zu zeigen. Auch zu sehen, wie das normale Leben laufen kann. Ich sollte zehn oder 20 Stunden in der Woche im Fanshop stehen und Sachen verkaufen. Dafür war ich mir damals zu schade und habe gesagt, dass ich das nicht mache.“
Der Traum von der großen Karriere war damit ausgeträumt.
Bild Zeitung
Schon im April 2020 sagte Lucas Scholl im SPORT BILD-Interview über seine Zukunft: „Ich werde sicher nicht mit einem Anzug irgendwann im Büro sitzen. Mein Plan B heißt Fußball. Wenn es mit der aktiven Karriere nichts wird, will ich unbedingt als Trainer arbeiten.“
Lucas Scholl, Sohn von Bayern-Legende und Ex-Nationalspieler Mehmet Scholl (55), ist heute 29 Jahre alt. Mit einer großen Fußball-Karriere ist es nichts geworden. Er spielt bei Wacker Innsbruck in der dritten österreichischen Liga, gehört aber auch zum Trainerteam bei der U17 des FC Bayern – arbeitet also an seinem Plan B.
Im Youtube-Format „Einfach Fussball.“ hat Scholl jetzt auf seine Karriere zurückgeblickt, auf die Zeit, als er unter Trainer Pep Guardiola kurz vor einer großen Laufbahn zu stehen schien, welche Erfahrungen er damals an der Seite der Top-Stars machte – und welche Fehler.
Guardiola lernte Scholl bei einem U19-Trainingsspiel kennen. Scholl erinnert sich: „Dann kam Pep nach dem Spiel zu mir und hat mir Tipps gegeben, die ganz geil waren: Wenn ich den Ball von einer Seite bekomme, muss ich immer offen stehen. Ich darf nie geschlossen stehen. Und wenn der Ball von links kommt, muss der Blick immer nach vorne gerichtet sein. Ich muss den Ball mit rechts annehmen, nicht mit links. Ganz viele Basics hat er mir innerhalb von einer Minute gesagt, die ich machen soll.“
In der Folgezeit habe er regelmäßig gespielt. Und bei den Profis trainiert. Lucas Scholl: „Alle 22 Spieler waren top, jede Position war doppelt oder dreifach top besetzt. Juan Bernat kam ins Trainingslager nach Amerika – ich habe noch nie einen besseren Linksverteidiger in meinem Leben gesehen. Er war unglaublich, wirklich – und er war der Ersatzmann für David Alaba.“
Scholl arbeitete zusammen mit Co-Trainer Hermann Gerland daran, die Chancen auf eine Profi-Karriere zu verbessern. Und der sagte ihm schließlich: „‚Lucas, wenn wir Meister sind und wir in der Champions League noch dabei sind, spielst Du dieses Jahr noch Bundesliga‘. Und ich dachte: Geil. Dann bin ich zu den Amateuren runter, hab das auch meinem Trainer erzählt, hey, ich spiele dieses Jahr noch Bundesliga. Nächstes Spiel – Halbzeit raus. Nächstes Spiel – nicht im Kader. So war das.“
Scholl: „Dafür war ich mir damals zu schade“
Trainer der Bayern-Amateure war damals Heiko Vogel (50), heute Coach von Zweitligist Greuther Fürth. Scholl: „Ich weiß nicht, was da war. Ich weiß es nicht. Das war schon eklig, und dann bin ich auch gegangen im Winter.“ Anfang 2017 wechselte der Mittelfeldspieler zu Wacker Nordhausen. Auch der Schweizer Klub FC Luzern hatte offenbar Interesse. Scholl erinnert sich so: „Ich sollte einen normalen Profivertrag für junge Spieler erhalten. Den bekamen alle. Ich sollte nebenbei noch im Fanshop arbeiten, auch wie alle anderen Spieler. Es ging einfach darum, Demut zu zeigen. Auch zu sehen, wie das normale Leben laufen kann. Ich sollte zehn oder 20 Stunden in der Woche im Fanshop stehen und Sachen verkaufen. Dafür war ich mir damals zu schade und habe gesagt, dass ich das nicht mache.“
Der Traum von der großen Karriere war damit ausgeträumt.
Bild Zeitung
