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Sorgenfall Knorr?:
Unser größter Handball-Star ist plötzlich Bankdrücker


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Der EM-Start ist geglückt, Deutschland gewinnt 30:27 gegen Österreich – und trotzdem sorgt ein Detail für Gesprächsstoff. Juri Knorr (25) beginnt das Turnier zunächst auf der Bank. Ausgerechnet bei der EM in seiner neuen Heimat Dänemark. Für den 25-Jährigen ist es ein besonderes Turnier. Bundestrainer Alfred Gíslason (66) setzt zum Auftakt im Rückraum zunächst auf Julian Köster, will wenig Abwehr-Angriff-Wechsel vornehmen müssen. Juri Knorr betritt erst nach 21 Minuten die EM-Bühne.

Knorr sucht seinen Rhythmus. Nur drei seiner acht Würfe landen im Tor. Kein Glanzstart bei der Handball-EM, aber auch kein Drama. Knorr weiß, wie er die Situation einzuordnen hat. „Natürlich bin ich glücklich, wenn ich mehr auf der Platte stehe. Aber ich nehme meine Rolle so an, wie sie ist, und gebe mein Bestes“, sagt der Spielmacher, dem seine Unzufriedenheit nach dem EM-Auftakt anzusehen war. „Ich glaube, es war eine intakte Teamleistung. Es war kein perfektes Spiel, die Abwehr war in der ersten Halbzeit gut, in der zweiten Halbzeit ein bisschen schwächer. Angriff war konstant so lala.“

Im vergangenen Sommer wechselte Juri Knorr von den Rhein-Neckar Löwen zum dänischen Meister und Champions-League-Teilnehmer Aalborg. Ein Schritt, der bewusst Veränderung bedeutete. „Raus aus der Komfortzone“, erklärte er im Herbst im SPORT BILD-Interview.

Handball-EM: Dänemark-Wechsel tat Knorr gut

In Aalborg kämpft Knorr um seinen Platz in einer starken Mannschaft, spielt Champions League, lernt täglich dazu. Bundestrainer Gíslason sieht das positiv. „Der Wechsel hat ihm gutgetan. In Mannheim lastete viel Verantwortung auf ihm. In Aalborg kämpft er um seinen Platz in einer starken Mannschaft, spielt Champions League und profitiert von der dänischen Lockerheit. Das tut ihm gut“, sagte Gíslason vor dem Turnier im BILD-Interview.

Auch körperlich fühlt sich Knorr wesentlich stabiler als noch im vergangenen Jahr. Die WM 2025 in Herning war für ihn belastend. Zwei Spiele verpasste er wegen einer Erkrankung, suchte sogar einen Facharzt in Flensburg auf. „Es war nervig. Ich war ja nicht nur während des Turniers krank, sondern schon davor und auch danach“, sagte Knorr rückblickend.

Nach dem Turnier suchte er intensiv nach Ursachen, machte „tausend Blutuntersuchungen“, beobachtete seine Ernährung und sprach mit Ärzten. Seit dem Umzug nach Dänemark hat sich vieles beruhigt. „Ich glaube, dass es mit der Luftqualität zusammenhängt. In der Region Stuttgart und Heidelberg ist die nicht optimal, wird wissenschaftlich immer wieder gesagt. Jetzt spiele und lebe ich wieder im Norden in der Nähe des Meeres“, erklärte Knorr vor dem EM-Auftakt.

Seitdem ist er nahezu beschwerdefrei. „Ich hatte zu Beginn meiner Zeit in Aalborg eine Erkältung und seither nichts mehr. Das stimmt mich optimistisch“, sagte Knorr. Und ergänzt: „Ich hoffe, dass ich gesund bleibe im Turnier. Toi, toi, toi, dass nicht wieder etwas passiert.“

Knorrs Klasse steht außer Frage. Bei der EM 2024 gehörte Juri auf Rückraum Mitte zum All-Star-Team. Wenn Deutschland seine Ziele bei dieser Handball-EM erreichen will – Halbfinale und eine Medaille –, braucht es einen befreit aufspielenden, gelösten Juri Knorr, der Spaß an seiner Aufgabe hat. Die nächste Möglichkeit dazu gibt es am Samstag gegen Serbien (20.30 Uhr, ARD und Dyn live).

Bild Zeitung
 
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